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Steirischer Seeberg
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Steiermark
Gußwerk
Aflenz
1246 m. ü. M.
ca. 32 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.625949o
13.282326 o
B 20
2-3
Streckenbeschreibung:  Der Steierische Seeberg, oder wie er auch noch genannt  wird der Aflenzer Seeberg ist eine bestens ausgebaute  Bundesstraße. Ganz ungewöhnlich für diese Gegend  sind seine sieben Serpentinen die den Fahrspass kann  vor der Passhöhe gewaltig in die Höhe schrauben.  Überwiegend verläuft die Strecke im Wald. An einigen  Stellen hat man einen grandiosen Ausblick auf das  Hochschwabmassiv. Der Seeberg ist eine  Hauptverbindungsstraße zwischen dem Mürztal und dem  Traisental. Dementsprechend dicht kann der Verkehr  über den Seeberg sein. Der Dürrsee und der Grüne See  vor Turnau laden zum Verweilen und Seele baumeln  lassen ein.
Am Wegesrand: Mariazell: Eine Stadt in den Bergen mit Basilika  Verkaufsständen herum, der Bürgeralpe, dem Brauhaus und  der Verkaufsstelle für den Mariazeller Magenbitter hat viel für  den Besucher zu bieten.   Gußwerk: Montanmuseum, Hochofenstock,  Kanonenmuseum, Jagdmuseum, Prescenyklause im Salzatal.  Aflenz Erdefunsstelle: Am 30. Mai 1980 nahm bei der  Ortschaft Graßnitz bei Aflenz in der Steiermark eine  Erdefunkstelle der damaligen Postverwaltung den Betrieb auf.  Der Platz wurde gewählt, weil hier inmitten der Berge und  fernab jedes größeren Flughafens keine Störungen durch  Radaranlagen auftreten. Die Anlage umfasste zunächst 3  stationäre und eine mobile Parabolantenne. Aufsehen erregte  die Anlage damals auch wegen ihrer Architektur. Außer den  Parabolantennen und dem Richtfunkturm sind nämlich alle  anderen Gebäude im Ausmaß von rund 6500 m² praktisch im  Gelände versenkt gebaut.  
Brandhof:  Ungefähr 2 Km nördlich der Passhöhe befindet sich der Brandhof. Dabei handelt es sich um ein im 14. Jhdt. errichteten Bauernhof,  welchen im Jahr 1818 Erzherzog Johann erwarb. Er ließ den alten Hof in die heutige Form umbauen. Erzherzog Johann verbrachte  viele Sommer und auch die Herbstzeit auf diesem Hof. Wahrscheinlich ist dabei so manches Wild vor die Büchse des Erzherzogs  gelaufen. Zehn Jahre hatte es gebraucht bis Kaiser Franz dem Erzherzog die Einwilligung zur Heirat mit Anna Plochl gab. Kaum war  die Einwilligung vorhanden, heiratete das Paar am 18. Februar 1829, kurz vor Mitternacht in der kleinen Kapelle  am Brandhof. Der  Brandhof befindet sich in Privatbesitz und kann leider nicht besichtigt werden.  
Mariazell: Viele Wege führen nach Mariazell. Für uns Motorradfahrer sind es der Seebergsattel, der Lahnsattel, die Strecke durch die  Wildalpen mit Hals und Hochschwabblick oder auch über Annaberg und Josefsberg.  Für Pilger die zu Fuß unterwegs sind es die Via  Sacra, der Wiener Mariazellerweg, der NÖ Mariazellerweg  und noch viele andere. Viele Motorradfahrer schauen zumindest einmal  im Jahr in Mariazell vorbei um, wenn auch nur sehr kurz, inne zu halten, eine Kerze anzuzünden und Ruhe zu spüren. Nach  Schätzungen besuchen über 1 Mio. Pilger aus allen Teilen Europas das kleine Städtchen Mariazell jedes Jahr.  Aber warum?  Wallfahrtskirchen gibt es an anderen Orten auch. Ist es Aberglaube? Ist es aufoktroyierte Kirchengläubigkeit? Ist eine  Modeerscheinung, die nunmehr bereits länger als 850 Jahre anhält? Jeder der die Basilika in Mariazell hat seine Gründe  hier  Einkehr zu halten. Am Zeitensprung zwischen Antike und Mittelalter und natürlich im frühen Mittelalter wurden Mönche von ihren Mutterklöstern  ausgesandt um den Glauben in die Welt zu tragen. So war es der Sage nach ein Benediktinermönch aus St. Lamprecht welcher im  Mariazellerland unterwegs war. Mit dabei hatte er eine Marienstatue. Als ihm ein riesiger Felsblock den Weg versperrte stellte der  die Statue auf einen Baumstumpf und der Fels spaltete sich, sodass er hätte weiter marschieren können. Der Mönch allerdings  errichtete über dem Baumstumpf mit der Marienstatue eine Kapelle. Ab damals hieß der Ort Maria in der Zelle, das sich im Laufe der  Zeit in Mariazell wandelte. Die Marienstatue steht immer noch auf dem Platz und Mariazell gehört zu den bedeutendsten christlichen  Pilgerstätten weltweit. Urkundlich belegt sind Pilgerfahrten ab dem 12. Jhdt. Das  damalige Glaubensverständnis hat im Mittelalter viele Pilger angeregt.  Andere wiederum mussten in der „Pilgerfahrt“ eine Strafe verbüßen. Als sich die habsburgischen Kaiser als Beschützer der  Christenheit sahen stieg Mariazell im nationalen Volksheiligtum auf. Zwischendurch, im 18. Jhdt. war das Pilgern verboten um bald  wieder frei gegeben zu werden; ….. und dennoch Pilgern heutzutage Millionen Menschen jährlich.  Der Sakralbau wurde immer wieder erweitert, latzmalig zwischen 1644 und 1683. In der Gnadenkapelle befindet sich das  spätromanische Gnadenbild, die sogenannte Magna Mater Austriae.