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Sölkpass
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Steiermark
Stein an der Enns
Murau
1787 m. ü. M.
ca. 50 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.271398 o
14.079655 o
L 704
2-3
Streckenbeschreibung: Die L 704 oder auch Erzherzog-Johann-Straße genannt ist  die einzige Querung der Niederen Tauern, mit Ausnahme  des Triebener Tauernpasses. Der Sölkpass stellt somit eine  wichtige, vor allem touristisch wichtige Strecke zwischen  dem Murtal und dem Ennstal dar. Die Strecke ist  durchgehend gut befahrbar, die Straße in einwandfreiem  Zustand und Grip ist ausreichend vorhanden.  Obwohl der  Sölkpass hauptsächlich durch bewaldetes Gebiet führt hat  die Strecke landschaftliche Schönheiten, leider wenig  Fernsicht. Nord- und südwärts des Scheitelpunktes gibt es  steile Anstiege mit max. 12% Steigung. Die Straße über die  übrige Strecke schlängelt sich durch teilweise herbe  Landschaft, vorbei an Blockhalden und einigen  Zirbenwäldern. Hauptverkehrsverbindung ist der Sölkpass  keine, sodass lediglich mit touristischem Verkehr gerechnet  werden kann.   Achten solle man auf dem Sölkpass auf die  Wettervorhersage. Die Gegend stellt eine Wetterscheide im  klassischen Sinn dar. Währen man in Murau mit schwarzen  Wolken konfrontiert ist, scheint im Ennstal die Sonne (oder  umgekehrt).  Sicherlich gehört der Sölkpass zu den schönsten  Motorradrouten Österreichs. Das wissen nicht nur wir  Motorradfahrer, sondern auch die Polizei. 
Am Wegesrand: Neben den erwähnten Burganlagen gibt es den  Jesuitengarten zu bestaunen, in welchem seltene alte  Gräser und Gewürze gezüchtet werden.   Strubschlucht: Im Laufe der Jahrtausende hat sich der  Sölkbach im Bereich der Strubschlucht einen Weg durch  den Sölker Marmor geschlagen. Entstanden ist eine  einzigartige Landschaft mit wunderschönen natürlichen  Marmorauswaschungen (zwischen Großsölk und Kleinsölk).  Der Schwarzensee liegt auf 1.150 m. nahe dem Talschluss  im Kleinsölker Obertal. Er ist umgeben von mehreren Karen,  wie der Putzentalalm und dem Steinigboden.  Augustinerbründl. Von Murau kommend liegt es etwa auf  halbem Weg zum Pass und kann nicht übersehen werden;  hier gibt es Parkplätze, Tische und Bänke.  Dem  Augustinerbründl werden Heilkräfte bei Augenleiden  zugeschrieben. 
Sage: Der Teufelsstein bei der Augustinerkapelle:  Nahe der Heilquelle bei der Augustinerkapelle im  Augustinwald liegt der Teufelsstein, auf dem die Abdrücke  eines menschlichen Knies und eines Daumens sowie auf  der Oberseite zwei eingemeißelte Kreuze zu sehen sind.  Einer feschen Sennerin auf der Marktler Alm waren alle  Burschen zu minder. Keiner gefiel ihr, bis eines Tages ein  prächtiger Bursche kam und sie zum Tanz führte. Sie  tanzten gut und wild, und die Sennerin war überaus  glücklich. Immer wilder wurde der Tanz, und bald wirbelte  das Paar über den Tanzboden in die Luft und schwebte zur  Tür hinaus.   Als die Sennerin bemerkte, was mit ihr vor sich ging, war  es zu spät. Bei einem großen Stein angekommen,  umklammerte sie diesen, doch der Teufel, mit dem sie sich  zum Tanz eingelassen hatte, riss sie los. Die Sennerin hinterließ, bevor sie für immer verschwand,  im Stein den Abdruck ihres Knies und ihres Daumens. Der  Stein wurde ab sofort der Teufelsstein genannt. 
Ennstaler Almdiplom:  Sogar ein Diplom kann man im Ennstal erwerben – das  Ennstaler Almdiplom.  Der Käse ist das kulinarische  Wahrzeichen des Ennstales.  Zuerst erhältst du eine  Ausbildung über Käse, nicht ohne Käse zu verkosten.  Danach wird auf eine Alm gefahren. Dort lernst du Kühe  melken (4-beinige, nicht die BMW-Kuh),  Krapfen backen,  erhältst Wissen über Almpflanzen und Tierwelt, also alles  Wissen und Fertigkeiten, die eine gute Sennerin oder Senner  braucht. Danach muss das Wissen und Geschicklichkeit  unter Beweis gestellt werden. Nach bestandener Prüfung  erhält der Teilnehmer ein Original Ennstaler Almdiplom. 
Geschichtliches:   Jedes Jahr im Juli begeben sich Säumer und Pferdefreunde aus dem Enns- und dem Murtal auf die Spuren der alten Römer. Zu  Mittag treffen Reiter- und Säumergruppen  auf dem Sölkpass zusammen und tauschen - der Tradition gehorchend - Salz gegen  Wein. Zur Stärkung gibt es für Besucher und Teilnehmer ein traditionelles Gericht aus der Säumerpfanne und frische  Steirerkrapfen.  Bereits bevor die Römer den Alpenraum besiedelten war der Sölkpass Teil einer Handelsroute. In den Süden wurde Salz geliefert,  nach Norden gelangten Wein und Gewürze, wahrscheinlich auch Stoffe und andere Luxusgüter aus  Italien. Teile einer  Römerstraße wurden östlich von Murau, in Frojach-Katsch gefunden. Sicher ist, dass über den Sölkpass seit alters her zumindest  ein Saumpfad bestand.  Ob es in der Römerzeit eine durchgehend befahrbare Straße über den Sölkpass gegeben hat ist nicht  erwiesen. Fest steht jedenfalls, dass 1458 Kaiser Friedrich II anordnete, dass Halleiner Salz für ewig freien Weg nach Kärnten  haben solle. 1532 bestimmte ein Landesfürst, dass für eingeführte italienische Weine über den Sölkpass ausschließlich Salz aus  Hallein geladen werden dürfe.   10 km östlich von Murau besteht die Burgruine Katsch. Die Errichtung der Burg war vom Erzbistum Salzburg (10. Jhdt.) in die  Wege geleitet worden, weil sowohl der Kaiser selbst, als auch das Erzbistum als Eigentümer das Tal an jeweils andere Gefolgsleute  belehnt hatten.  Auch im Sölktal selbst gibt es eine befestigte Anlage – das Schloss Großsölk. Die einstige Burganlage ist mit der Pfarrkirche  verschmolzen. Mit der Burg verbunden war einst das Recht Zölle und Maut einzuheben.  Das Lehen taucht erstmals 925 in alten  Urkunden auf. Also dürfte bereits damals reger Handelsverkehr bestanden haben.