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Semmering
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Niederösterreich - Steiermark
Mürzzuschlag
Gloggnitz
984 m. ü. M.
ca. 26 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.632718 o
15.829453 o
B 17
2-
Streckenbeschreibung: Die Straße über den Semmering war lange Zeit, gemeinsam  mit der Wechselbundsstraße, die Haupt-verbindungsstrecke  zwischen Niederösterreich mitsamt Wien in die Steiermark,  Kärnten und den weiteren Süden. Nachdem die S6 eröffnet  wurde verlor die Passstraße für den Durchzugsverkehr an  Bedeutung und kann heute in vollen Zügen genossen werden.  Die Straße ist bestens, streckenweise 3-spurig ausgebaut. Vor allem die östliche Auffahrt von Gloggnitz, mit den Serpentinen  und Aussichtspunkten,  bietet fahrerische und landschaftliche  Reize. Die westliche Auffahrt kann nicht mithalten und hat eher  den Charakter einer raschen Verbindungsstraße. Um der  relativ faden westlichen Seite zu entgehen bietet sich ab der  Passhöhe eine kleine Straße an, welche bei Steinhaus am  Semmering in den Pfaffensattel mündet.
Am Wegesrand: Zahlreiche schöne Straßen gibt es im Gebiet auf welchen man  die Schönheit der Landschaft betrachten kann. Lediglich die  Straße durch die Adlitzgräben ab Gloggnitz sticht mit der Sicht  auf Brückenbögen der Semmeringbahnstrecke und andere  Sehenswürdigkeiten heraus. Ab Gloggnitz und vor allem im Ort Semmering weisen die  vielen feudalen Villen auf den wirtschaftlichen Aufschwung der  Region seit der Eröffnung der Semmeringbahn hin. Bis 1735 verlief der Nord-Südverkehr hauptsächlich entlang  der alten Römerstraße durch das Pittental und den Wechsel.  Über den Semmering bestand lediglich ein nur lokal benutzter  Saumweg. 1735 ließ der römisch deutsche Kaiser Karl VI. eine  steile Straße über den Semmering errichten.  Prompt nahmen  die Orte am Fuße des Berges, vor allem Schottwien einen  steilen wirtschaftlichen Aufschwung. Pferdefuhrwerker,  Schmiede, Wagner, Sattler siedelten sich an. Bis zu 12 Pferde  mussten eingespannt werden um die Steigung zu überwinden.
Semmeringbahn: Die Bahnstrecke über den Semmering ist eine Meisterleistung der Bau- und Ingenieurskunst. Nach der Fertigstellung kamen Ingenieure  aus allen Teilen der Erde um sich die Brücke und Viadukte, zu studieren und daraus zu lernen.   Eckpunkte:  Streckenlänge: 41 km Luftlinie zwischen den Endstationen: 21 km Höhendifferenz: 459 m  Scheitelpunkt: 898 m ü M  Tunnels: 14 Viadukte: 16, mehrere davon zweistöckig  Brücken und Durchlässe: mehr als 100 Höchstwert der Steigung: 28%o Gerade Streckenteile: 22,4 km  Strecke in Kurven und Bögen: 20,4 km  Das größte Problem der Erbauer war, dass mit den damaligen Geräten und Techniken die Strecke nicht präzise vermessen werden  konnte. Neue Vermessungsinstrumente mussten erst entwickelt werden. Zum Bau der Tunnel und Viadukte waren bis zu 20.000 Personen, darunter auch viele Frauen beschäftigt. Tunnel wurden von Hand vorangetrieben. Lediglich Schwarzpulver war damals als technisches  Hilfsmittel im Einsatz. Weitere Möglichkeiten zur Felssprengung waren noch nicht bekannt. Selbst während der Bauzeit musste die Strecke  mehrmals nach Felsstürzen umgeplant werden. Zu Beginn der Errichtung waren viele Ingenieure der Meinung, dass eine derartige Strecke  ausschließlich mit Zahnradbahnen zu bewältigen ist. Carl Ritter von Ghega trieb auch die Entwicklung von geeigneten Lokomotiven voran.  Ghega erhielt im Jahr 1841 den Auftrag eine Bahnstrecke über den Semmering zu planen. Danach unternahm er Studienreisen nach  Großbritannien und die USA. Die schwierige politische und wirtschaftliche Lage der Monarchie ab der Märzrevolution 1848 machten den  Bau vordringlich. Man hoffte durch den Bau die damals horrende Arbeitslosigkeit einzudämmen. Daher wurde bereits mit dem Bau der  Anschlussstücke ab  Gloggnitz und Mürzzuschlag begonnen, als die endgültige Trassierung über den Berg noch nicht feststand.