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Schwarzenbichl
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Salzburg - Steiermark
Ranten
Tamsweg
1243 m. ü. M.
ca. 22 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.148034 o
13.928862 o
B 96
2
Streckenbeschreibung: Die Passstraße über den Schwarzenbichl ist eine  Verbindung zwischen dem salzburgischen Lungau und  dem steierischen Murtal, eine wenig spektakuläre  Straße. Da die Straße über den Schwarzenbichl keine  Hauptverkehrsverbindung darstellt, bietet die Strecke  schöne Abschnitte, landschaftliche Schönheiten und  einen tollen Straßenbelag. Freie Flächen und  bewaldete Abschnitte wechseln sich ab. Highlights wird  man auf dieser Strecke kaum finden. Der  Schwarzenbichl wird eher als Verbindungsetappe  zwischen den Radstädter Tauern, Sölkpass oder  Katschberg dienen. Die Region um den  Schwarzenbichl eignet sich bestens für einen  Stützpunkt zu Motorradausflügen.  
Am Wegesrand: Neben anderen historischen Gebäuden ist das Rathaus in  Tamsweg durchaus sehenswert. Andere bedeutende  Gebäude sind: Plätzbräuhaus (1500), Gambswirtshaus  (1430) oder der Lebzelter (1430). Auch das Brauchtum wird  in Tamsweg groß geschrieben. Wohl einmalig ist das  Wasserschiessen, bei dem über den Umweg der  Wasseroberfläche auf eine Zielscheibe geschossen wird.   Eine hübsche Alternative zur B 96 ist die in einem Bogen  parallel verlaufende L 262 ab Tamsweg über den Preber  nach Seebach. Allerdings ist die Straße nicht durchgehend  asphaltiert.
Der Tamsweger Samson: Der Tamsweger Samson wird alljährlich zu Fronleichnam ausgeführt. Er und seine beiden großköpfigen  Zwergbegleiter sind der letzte Rest einstiger großer Fronleichnams-Schauumzüge, in denen Gestalten aus der  biblischen Geschichte sowie Sagen- und Heldenfiguren mitgeführt wurden. Ihre Glanzzeit und größte Entfaltung  hatten diese Umzüge im Zeitalter des Hochbarock. Gegen Ende des 18.Jahrhunderts, als die Prozessionen zu  lange währenden Schauspielen auszuarten drohten, wurden diese von der Kirche verboten. Das Volk trennte nun  diese Umzüge von der kirchlichen Feier und seitdem wird der Samson am Abend des Vortages der Prozession und  am Nachmittag des Prozessionstages getragen. Weiters wird er auch zu besonderen Anlässen und beim Waldfest  getragen.  Der Samson von Tamsweg ist seit 1635 dokumentarisch belegt. Vermutlich leitet sich die Riesenfigur von den  wesentlich älteren mythischen oder symbolischen Riesengestalten ab, welche die europäischen Urvölker einst bei  ihren kultischen Flurumgängen herumzutragen pflegten.  Der Samson von Tamsweg ist 6,2 m groß und wiegt 105 kg, er wird von einem Mann getragen, der das Gewicht  der Figur mittels eines Gerüstes im Inneren des hohlen Körpers auf seinen Schultern geschickt zu balancieren  weiß. 
Die Geschichte der Schatzsuche im Seetaler See Etwas östlich von Tamsweg liegt der beschauliche Seetaler See. Heute ist kaum mehr vorstellbar, was sich 1945 hier abspielte...  Mit dem endgültigen Zusammenbrechen der Ostfront am 8. Mai 1945 begann sich ein unglaublicher Zug an Personen, Fuhrwerken  und Fahrzeugen von der Steiermark und Kärnten in den Lungau abzusetzen. 72.000 Wehrmachtssoldaten mit Fahrzeugen und fast  18.000 Pferden sowie etwa 6.000 Flüchtlinge gelangten binnen einer Woche in den Bezirk, der damals nur 14.000 Einwohner  zählte. Die damalige Rückzugs-Strecke der Wehrmacht führt auch heute noch direkt am Seetaler See vorbei. 1945 war sie allerdings nicht  mehr als ein Feldweg. Viele dieser Personen gelangten aus der Steiermark kommend über das Seetal vorbei am Seetaler See in  den Lungau. Man kann sich vorstellen, dass so mancher Soldat hier verleitet war überflüssige Ausrüstung loszuwerden. Es dürfte  jedoch Personen geben, die im See noch mehr Relikte aus der NS-Zeit vermuten als verrostete Waffen. So kam es im Juli und  Oktober 2001 zu zwei Tauchunternehmungen eines deutsch/schweizer/israelischen Tauchteams. Offiziell dienten die Tauchgänge  der Herstellung eines Schulungsfilmes, doch einige der Teammitglieder waren im Jahr zuvor bei einer Tauchaktion am Toplitzsee  beteiligt. Wegen diverser Gerüchte und Ungereimtheiten wachten daher die Österreichische Staatspolizei und die Gendarmerie  über die Unternehmungen, die jedoch kein (offizielles) Ergebnis brachten.