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Pogusch
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Steiermark
Turnau
St. Lorenzen im Mürztal
1059 m. ü. M.
ca. 12 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.529924 o
15.333481 o
L123
2-3
Streckenbeschreibung: Der Pogusch eine der vielen herrlichen Motorradstrecken  im Veitsch und Hochschwabgebiet. Die Straße ist bestens ausgebaut und abgesichert. Speziell an Wochenenden  kann es durch starken Ausflugsverkehr etwas  ungemütlich werden.   
Am Wegesrand: Turnau: Alte Schmiede Schauraum und ehemalige  Schmiedewerkstatt. Handweberei: Noch heute werden von Hand Stoffe für  verschiedenste Dirndl und Loden hergestellt.  Blick in die Urzeit: Das zum Joanneum gehörige Museum  zeigt Fundstücke aus der Gegend um Turnau, darunter Ur-  Elefant, Ur-Pferde, geweihlose Eckzähne tragende Hirsche  uvm.   Schloss Nechelheim: Das Schloss Nechelheim in St.  Lorenzen im Mürztal ist ein dreigeschossiger Rechteckbau  mit zwei Rundtürmen. Nechelheim ist einer der ältesten  Adelssitze der Steiermark und wurde 1188 urkundlich  erwähnt. Der heutige Bau stammt im Kern aus dem 16./17.  Jahrhundert und wurde im späten 18. Jahrhundert  umgebaut. Das Schloss ist heute im Privatbesitz.
Geschichtliches: St. Lorenzer Fenstersturz:  Als Lorenzer Fenstersturz bezeichnet man die gewaltsamen Ereignisse, die am 8. Mai 1921 in Sankt  Lorenzen im Mürztal stattfanden. Bei tumultartigen Auseinandersetzungen während einer politischen Versammlung wurden  mehrere prominente christlich soziale Politiker – unter ihnen Landeshauptmann Anton Rintelen – aus einem Fenster geworfen und  mit dem Tode bedroht.  Am Sonntag, dem 8. Mai, fand in einem örtlichen Gasthaus eine Versammlung  christlichsozialer Bauernvertreter statt. Bald  drangen jedoch sozialdemokratisch gesinnte Arbeiter in den Saal ein und bezeichneten Landeshauptmann Rintelen als  „Arbeitermörder“. Dabei bezog man sich auf Ereignisse in Graz etwa vier Wochen zuvor, bei denen die Polizei auf plündernde  Arbeiterfrauen geschossen hatte. Es kam zu tätlichen Angriffen auf die anwesenden Politiker, bis schließlich Rintelen, Landesrat  Franz Prisching und der Abgeordnete Josef Pichler aus etwa 2,30 Meter Höhe aus einem Fenster des Saales geworfen wurden.  Die Ehrengäste flüchteten auf der Landstraße Richtung Westen und wurden von den nacheilenden Angreifern mehrfach bedroht.  Schließlich wurde versucht, den Landeshauptmann im Teich des nahe gelegenen Schlosses Nechelheim zu ertränken, was jedoch  von einem Passanten, dem ortsansässigen evangelischen Senior Karl Eckhardt, verhindert werden konnte. Josef Pichler hatte  inzwischen die Gendarmerie im nahe gelegenen Sankt Marein im Mürztal alarmiert, die kurz darauf in Schloss Nechelheim eintraf.  Begleitet von Vertrauensmännern der Arbeiter kehrten Landeshauptmann Rintelen und Landesrat Prisching nach Sankt Lorenzen  zurück, von wo aus sie kurz darauf abreisten.