Albert´s Motorradseiten Impressum
Pötschenpass
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Oberösterreich - Steiermark
Bad Aussee
Bad Goisern
993 m. ü. M.
ca. 18 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.622480 o
13.694286 o
B 145
2
Streckenbeschreibung: Der Pötschenpass ist eine Hauptverkehrs-verbindung  zwischen dem Salzkammergut und dem Ennstal. Die  Straße ist breit ausgebaut und bietet herrlichen Grip. An  der Ostflanke erhascht man den einen oder anderen Blick  auf den Dachstein. Ansonst führt die Straße wenig  spektakulär durch Waldgebiet.
Am Wegesrand: Die Liste der Sehenswürdigkeiten aus dem Salzkammergut  und dem Ausseer Land ist nahezu unendlich. Egal ob man  zum Narzissenfest kommt oder in Bad Ischl die Kaiservilla  besichtigen möchte, man wird in der Gegend  Salzkammergut und Ausseer Land immer ein willkommener  Gast sein.
Geschichtliches:  Der Pötschenpass, oder die Gegend um den heutigen Pötschenpass wurde wahrscheinlich bereits in vorrömischer  Zeit für Warentransporte genutzt. Rest einer alten Straße in der Nähe von Lauffen und Altaussee sind Zeuge davon. Bei den Römern  war die Straße über den Pötschen eine wichtige Versorgungsstraße aus den zahlreichen Bergwerken im Salzburger Land.   Im Mittelalter fand reger lokal Handel über den Pötschenpass statt. Aufzeichnungen über Mauterhebungen der Jahre 1656 bis 1666  geben Aufschluss darüber. Gehandelt wurden vorwiegend Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie Geschirr und Werkzeuge, Wein,  Most, Eisen, Textilien, Öl, Südfrüchte und bis ca. 1670 nur ganz vereinzelt Vieh. Ab der Mitte des 17. Jhdt. nahm der Handel mit  Ochsen sprunghaft zu. Angenommen wird daher, dass durch Mauterhöhungen für bayrische Güter vermehrt Fleisch aus der  Steiermark „importiert“ wurde.  
Das Salzkammergut: Das Salzkammergut, obwohl es im Jahr 2006 seinen 350. Geburtstag feiert, kann auf eine lange und abwechslungsreiche  Geschichte zurück blicken. In Höhlen auf der Tauplitz ließen sich Spuren menschlicher Besiedlung bis in das Paläolithikum  nachweisen. Zwischen 300 und 3600v. Chr. bestand am Mondsee eine frühe Hochkultur. Die Menschen lebten in Pfahlbausiedlungen  an den  Ufern. Vermutlich begannen Illyrer ab 3000 v. Chr. mit dem Salzabbau, der um 1500 v. Chr. den ersten Höhepunkt erreichte.  Von sehr hohen geologischen und technischen Kenntnissen zeugen die Stollen im Hallstätter Bergwerk, in welche bis heute Salz  abgebaut wird. Wahrscheinlich stand ab 500 v. Chr. das Salzkammergut und dem Einflussbereich der Noriker. Mit Sicherheit ab ca.  15 v. Chr. zum Römischen Reich. Im Mittelalter, als die bayrischen Stämme bis weit in den Süden vordrangen fiel das Gebiet unter  die Herrschaft der Bayern. Bald jedoch erhielten die Bayern Konkurrenz von den Slawen, welche sich aus dem Ennstal kommend  ebenfalls im klimatisch günstigen Salzkammergut ausdehnen wollten.  Im Hochmittelalter teilten sich Babenberger, Otakare und  steirische Markgrafen das Land.  1298 fiel das „Yschlland“, wie sonst als durch Heirat an die Habsburger. Zumindest seit 1438 ist das  Salzkammergut direkter Besitz der Erzherzöge der Habsburger. Seit der Besitzergreifung der Habsburger stellt die Salzgewinnung  somit ein hoheitliches, nunmehr staatliches Monopol dar. Mit dem Aufkommen des Tourismus Mitte des 19. Jhdt. wurde zwischen dem Inneren- und Äußeren Salzkammergut unterschieden.  Das Innere Salzkammergut bezeichnet das Gebiet um den Hallstätter See, Ischler Raum,  und Ausseerland, während  das Äußere  Salzkammergut  das Gebiet bis Mondsee und Gmunden einschließt, weiters Fuschlsee und Vorchdorf bis zum Almtal. Seit 1997 bildet das Innere Salzkammergut, mit Regionen um Gröbming, Haus im Ennstal und dem Dachsteinstock das UNESCO  Weltkulturerbe Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut.