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Lahnsattel
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Niederösterreich - Steiermark
Frein an der Mürz
Terz
1027 m. ü. M.
ca. 10 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.7748575 o
15.485702 o
B 23
1-2
Streckenbeschreibung: Die Straße über den Lahnsattel zweigt in Terz beim „Gasthof  zur Österreichischen Grenze von der B 21 ab und führt  zuerst nach Osten, ab der Sandgrube nach Süden. Die  Straße ist bestens ausgebaut, wenngleich die Straßenbreite  Wünsche offen lässt. Am Lahnsattel wechselt man einige  Male zwischen Niederösterreich und der Steiermark. Der  Straßenverlauf ist wenig spektakulär, die Kurven halten sich  in Grenzen und die landschaftliche Schönheit ist, da die  Straße hauptsächlich im Wald verläuft, ebenfalls  überschaubar. Beachtlich ist die Steigung kurz vor dem Ort  Lahnsattel; immerhin 17%. Ein immerhin 572m langer Tunnel ziert ebenfalls den Weg. Makaber ist der Name des Tunnels;  „Totes Weib“.
Am Wegesrand:  St. Aegyd am Neuwalde: Der nunmehr in Ruhestand befindliche  Dorfpfarrer hat im Laufe der Zeit an die 450 Pfeifen gesammelt,  die er gegen Voranmeldung gerne besichtigen lässt. Die eine  oder andere Geschichte wird ihm zu den einzelnen Exponaten  wohl auch noch einfallen. Damals, als die Steiermark noch ein noch nicht zu Österreich  gehörendes Herzogtum war verlief entlang der Salz und Mürz die  Grenze zwischen Österreich und der Steiermark. In der  Besatzungszeit nach dem 2. Weltkrieg wurde die natürlich  Grenze der beiden Flüsse als Demarkationslinie zwischen  russisch und britisch besetzten Gebieten.
Sage vom Toten Weib: Unweit der Ortschaft Mürzsteg - genauer formuliert, zwischen Mürzsteg und Frein - fließt ein Bach aus einer Grotte und stürzt als Wasserfall  ca. 50m hoch über steil abfallendes Felsgelände. Am Fuße des Wasserfalls liegt ein großer Felsbrocken, auf dem ein schmiedeeisernes Kreuz  steht. Rund um den Wasserfall rankt sich die Sage vom Toten Weib. Demnach sollen hier zwei Raubritterbrüder (der Frankensteiner und der Rabensteiner)  ihr Unwesen getrieben und des Weges kommende, reiche Kaufleute ausgeraubt haben. Der Frankensteiner war mit einer wunderschönen Frau liiert, der Rabensteiner hatte einen schönen Jüngling als Reitbursche in seinen Diensten. Wie das Schicksal so spielt, funkte es eines Tages, und die Frau betrog ihren Mann mit dem Stallburschen. Daraufhin stürzte der Raubritter seine untreue Gattin über einen Felsen. Wie durch ein Wunder überlebte die Frau den Sturz und flüchtete schwerverletzt in eine Grotte, in der sie sich versteckte und sich mittels Heilkräuter wieder kurierte. Viele Jahren später wurde der Raubritter Frankensteiner bei einem Überfall auf die Kutsche eines reichen Grazer Kaufmannes schwer verletzt. Rettender Zufluchtsort, die Grotte mit dem Wasserfall. Dort fand ihn seine Gattin bewusstlos und pflegte ihn gesund, ohne dass der Mann wusste, wer die Frau war. Zu Kaiserszeiten konnte man über eine Holzstiege bis zum Grotteneingang - und darüber -emporsteigen. Um weiter zu kommen gab es damals  keine andere Alternative. Die alte Straße, wie sie heute als Geh- und Radweg besteht, war erst ab1884 befahrbar. Sie wurde auch nur deshalb gebaut, weil Kaiserin Elisabeth mitsamt ihrem Pferd durch eine morsche Brückenplanke gebrochen war.